2016 war das Jahr, in dem wir BIM für FM entdeckten

BIM WORLD Umfrage zeigt: Eigentümer/Betreiber werden Gewinner sein

Wuppertal, 23.12.2016 Als der CAFM RING im Februar 2016 die ‚Agenda BIM im FM‘ auf der Messe für Facility Management, der Frankfurter INservFM, vorstellte, war das Thema ‚Building Information Modeling‘ bereits in aller Munde – zumindest bei Planern, Architekten und Bauunternehmern. Auf Seiten der für das Facility Management und den Gebäudebetrieb Verantwortlichen bzw. jenen, die im Immobilienlebenszyklus am Ende der digitalen Datenkette stehen, schienen die Chancen und der Nutzen von BIM hingegen noch weit entfernt. Zehn Monate nach Veröffentlichung der vom RING, dem buildingSMART, der GEFMA sowie der FMA und IFMA Austria erstmals vorgestellten Thesen, und zahllose Fachevents, Gremiensitzungen und  Veröffentlichungen später sind immer mehr Marktteilnehmer sicher: Die Eigentümer und Betreiber von Immobilien werden zu den großen Gewinnern zählen, wenn es zum Einsatz von BIM-Methoden und –Modellen kommt. Das zeigte auch eine Umfrage, die unter den Teilnehmern der BIM WORLD 2016 durchgeführt wurde. Im neuen Jahr wird es nun laut RING vor allem darauf ankommen: Hindernisse beseitigen, praktische Erfahrungen sammeln,   Wissenstransfer fördern und kollaborativ handeln.               

Die Botschaft der Anfang 2016 veröffentlichten ‚Agenda BIM im FM‘ lässt sich in acht Punkten zusammen fassen: „Unsere Sprache ist IFC; wir beobachten BIM im Bau; wir machen BIM im FM; BIM geht auch ohne CAD; wir entwickeln BIM-Kataloge für FM; wir entwickeln BIM-Prozesse für FM; wir sammeln FM-Anforderungen an zukünftige buildingSMART Standards und wir bzw. unser ‚Nachwuchs‘ lernen IFC.“ Dahinter steckten insbesondere zwei Überlegungen: Einerseits wollten die Verantwortlichen nicht auf die mit den BIM-Methoden und –Modellen einhergehenden Vorzüge warten, bis aus der Planung und Realisierung von Neubauten heraus in vielen Jahrzehnten die heutigen Bestandsimmobilien ersetzt sind. Andererseits galt es aber auch, die vielfältigen Nutzenversprechen zu BIM von den realistischen Möglichkeiten zu unterscheiden und konkrete Anforderungen aus dem FM zu identifizieren.

Mit diesem Auftakt erlebte nach der Bau-, und der Immobilien- auch die Facility Management Branche in 2016 eine spürbare Intensivierung der fachlichen Auseinandersetzungen über das Potenzial und die Bedeutung von BIM für FM. Seitens der GEFMA wirkt ein verbands- und länderübergreifender neuer Arbeitskreis „BIM im FM“. Er verfolgt unter anderem die Zielsetzung, „…die bisherigen nationalen und internationalen Aktivitäten zu BIM mit Ergebnissen und Erkenntnissen … aus dem FM“ anzureichern und zu ergänzen. Aus dem RING heraus wurde die Zusammenarbeit mit buildingSMART weiter ausgebaut und die Mitarbeit in den nationalen und internationalen Standardisierungsgremien aufgenommen: VDI 2552; DIN NA 005 und CEN TC 442. Zugleich wurde der RING Vorsitzende, Klaus Aengenvoort, Ansprechpartner für das Handlungsfeld Betrieb / Facility Management bei planen.bauen.4.0. Einen sprunghaften Anstieg verzeichnete die Nachfrage nach dem Einsatz von CAFM-Connect – der Standardschnittstelle für den digitalen Austausch relevanter Flächen- und Anlagendaten. Und bereits im Sommer positionierten sich in einer gemeinsamen Erklärung relevante Fachverbände aus ihrem BIM-Round-Table heraus: „Die BIM-Ära ist endgültig angebrochen – auch im FM“. Schließlich wurden nun, kurz vor Ausklang des Jahres, erste Ergebnisse einer Umfrage bekannt, die anlässlich der BIM WORLD Munich 2016 Ende November von dieser und vom RING unter den ca. 1.400 deutschsprachigen Besuchern erhoben wurde. Danach nannten 160 Teilnehmer auf die Frage: „Wer wird zu den Gewinnern zählen, wenn sich BIM durchgesetzt haben wird“, die Bauherren, die Auftraggeber und die Nutzer bzw. Eigentümer von Immobilien.

Auffällig an der Premiere der BIM WORLD’16 war nicht nur der hohe Zuspruch von über 2.000 Besuchern am Ende eines sehr veranstaltungsreichen Jahres. Aus Sicht Gebäudebetrieb / Facility Management  betonte zudem Frank Bögel, Technical Director CONJECT AG und Mitglied im RING zu dem neuen Event: „Erwartungsgemäß lag der Schwerpunkt erneut auf dem Planen und Bauen, eine zunehmende Bedeutung von BIM für den Betrieb der Immobilen war aber ebenfalls deutlich spürbar. Ich war sehr positiv überrascht, dass unser Workshop ‚BIM goes Facility Management‘ über die gesamte Dauer bis zum letzten Platz besetzt war und auch nach dem Ende noch sehr lange Diskussionen zu diesem Thema liefen. Es geht voran!“ Klaus Aengenvoort teilte diese Beobachtung: „Mit dem RING – Workshop haben wir gezeigt, dass und wie der Immobilienbetrieb ein wesentlicher Aspekt der Digitalisierung ist. Und die große Beteiligung machte einmal mehr deutlich, dass BIM für alle am Lebenszyklus der Immobilie beteiligten Industrien hohe Relevanz besitzt – für die Betriebsphase schon gerade deswegen, weil sie lange andauert und das größte Optimierungspotenzial aufweist.“

In derselben Umfrage wurde allerdings auch deutlich, wie sehr es hierzulande noch an praktischen Erfahrungen mit BIM fehlt: Auf die Frage, welche konkreten Projekte oder Teilprojekte denn schon bekannt seien, schafften es ganze acht auf die Liste. Dem allergrößten Anteil der Teilnehmer waren noch keine Projekte bekannt, die mit Hilfe von BIM-Methoden in D-A-CH umgesetzt wurden. „2016 war das Jahr, in dem wir BIM für FM entdeckten“, resümiert Ralf Golinski, Marktbeobachter und Vorsitzender des RING Beirats. „Aber 2017 wird das Jahr, in dem wir die gewonnenen Erkenntnisse auch in der Praxis erproben und weitere Hindernisse aus dem Weg räumen. Dabei wird uns die mit BIM neu einher gehende Kultur des kollaborativen Arbeitens und Wirkens gute Dienste tun.“ Der RING lade Marktteilnehmer aus dem gesamten Immobilien Lebenszyklusmanagement ein, sich daran zu beteiligen – als Mitglied oder Interessent. Den Auftakt dazu mache das ComeTogether am 2. Februar 2017 in Hamburg, wenn gefragt und diskutiert wird: „Wie realistisch ist BIM in Deutschland und welches sind noch die Hindernisse – nach einem Jahr Stufenplan digitales Planen und Bauen (und Betreiben) der Deutschen Bundesregierung?“

 

http://www.cafmring.de/mediendialog-17/


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